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2022-09-17 24:00

Energie aus dem „Nichts“
Früchte der Wokeness

Bibel

Endlich sind wir soweit gekommen, dass wir im alten Europa die Energiekrise durch eine tolle Erfindung lösen könnten – wenn, ja wenn nicht diese Erfindung von einem Afrikaner stammte! Der Strom müsste dann nicht mehr teuer der Steckdose entnommen werden, sondern er käme kostenfrei aus dem Fernseher! Das berichtete die Studioleiterin und Korrespondentin (SWR) Jana Genth aus Südafrika in der Tagesschau (archivierte Fassung).
Dushan Wegner erklärt uns diesen heute nicht unüblichen Qualitätsjournalismus in seinem Artikel: Tagesschau und die magischen Fernseher.

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2022-09-13 20:00

Mythos Bibel kompakt

Bibel

Ilias und Odyssee (ca. -800) sind die ersten bedeutenden Schriftzeugnisse der europäischen Antike. Diese Mythen erzählen von Heldetaten der Menschen und der Einflussnahme der Götter. Älter noch ist das Gilgamesch-Epos (ca. -2100 bis -1600) aus Kleinasien, ebenfalls eine mythische Auseinandersetzung zwischen Mensch und Göttern. Etliche der mythischen Episoden des Gilgamesch-Epos lassen sich im älteren Teil der Bibel wiedererkennen. Dass auch die Bibel insgesamt nichts anderes als eine Zusammenstellung von Mythen ist, zeigt die folgende Kurzfassung von Volker Dittmar:

Wie lässt sich der Inhalt der Bibel zusammenfassen?
Volker Dittmar

Altes Testament: Ein außerkosmisches Alien erschafft die Erde und alles Drumherum, um sich zwei treu dienende unterwürfige Menschen in einem Garten zu erschaffen – und er gibt ihnen einen freien Willen, aber keine Kenntnis über Gut und Böse. Dann sagt er Ihnen, dass es böse sei, von einer bestimmten Frucht zu essen, weil sie dann wüssten, was Gut und Böse ist. Da sie nicht wissen, was böse ist, und sie neugierig sind, und eine sprechende Schlange sie dazu ermuntert, essen sie die Frucht. Dafür werden sie und alle ihre Nachkommen aus dem Garten ausgeschlossen und zu Tod und Leid verurteilt. Denn im Garten steht noch der Baum des ewigen Lebens, und wenn sie auch dessen Frucht essen, werden sie unsterblich, und damit dem Alien zu ähnlich (dieser Teil der Geschichte wird gerne ignoriert). Tod und Leid werden durch einen üblen Fluch verursacht, der den Menschen und allen ihren Nachkommen auferlegt wurde, weil zwei von ihnen ungehorsam waren.

Nachdem dieses außerkosmische Alien seine Bösartigkeit zur Schau gestellt hat, löscht er auch zwischendurch mal komplett alle Menschen aus, bis auf ein paar Ausnahmen, samt aller Tiere außer jeweils zwei Exemplaren, indem er sie ersäuft.

Dann wählt es sich ein spezielles Volk aus und führt sie zweimal aus der Gefangenschaft von Fremdvölkern. Da sie nicht immer so tun wie er will, bestraft er sie fortlaufend und legt ihnen harte Regeln auf. Für eine Wette lässt er es sogar zu, dass ein Angestellter von ihm Menschen umbringt und sie grundlos quält. Weil er Menschen für ein Eigentum hält, mit dem er nach Belieben verfahren darf. Aber der Angestellte gilt dann als die Verkörperung des Bösen schlechthin, nicht sein Auftraggeber! Was zeigt, wie sehr dieses Buch die Moral korrumpiert.

Die Tyrannei erwidern die Menschen damit, dass sie ihn umso mehr lieben – was bleibt ihnen auch übrig? – und sie ihm immer fantastischere Eigenschaften zuschreiben. Man muss den Chef einfach lieben und ehren, sonst haut er einem dermaßen auf die Fresse! Manchmal tut er es auch einfach so, weil es ihm gerade so gefällt. Das ist die wichtigste Lehre aus dem Buch, in dem Sex und Crime die Hauptrolle spielen.

Neues Testament: Das bösartige außerkosmische Alien – nennen wir es beim Namen: Gott – schwängert eine junge Frau, indem er ihr ein Angebot macht, das sie nicht ablehnen kann, um damit sich selbst als seinen eigenen Sohn als Mensch zu inkarnieren. Dieser Sohn zieht mit ein paar Jüngern durch die Lande und predigt die Liebe zu Gott, und ein bisschen auch die Liebe zu anderen Menschen. Er verrät ihnen auch, dass, wer seinem Vater oder ihm nicht gehorcht, bedingungslos, ein ewiges Leben bevorsteht, das aus ewiger Qual besteht. Aber sein Vater liebt doch alle! Aber wer ihn nicht zurück liebt, muss mit herben Konsequenzen rechnen. Vor allem, wer das alles nicht glaubt, gilt fortan als böse und verdorben.

Unter mysteriösen Bedingungen, gegen jede Vernunft und gegen alles geltende Recht, wird der Sohn von den Römern am Kreuz hingerichtet. Man sagt, er habe sein Leben geopfert, um die Menschen von dem Fluch zu befreien, den sein Vater, also eigentlich er selbst, allen Menschen auferlegt hat. Als die Menschen ungehorsam sind und eine verbotene Frucht essen, werden sie mit einem Fluch belegt, aber wenn sie erneut ungehorsam sind und gegen das Gebot "Du sollst nicht töten" verstoßen, werden sie von dem Fluch wieder befreit, auf mysteriöse Art und Weise, weil bis heute niemand etwas davon bemerkt hat. Außerdem hat Gott seine Meinung geändert, durch das Opfer soll der Mensch auch noch unsterblich gemacht werden – was er ja vorher erfolgreich verhindert hat. Aber, April, April, der Sohn ist nicht wirklich tot, sondern steht fröhlich von den Toten auf. Er hat also sein Leben nicht geopfert. Wenn man jedoch in symbolischem Kannibalismus seinen Leib isst und sein Blut trinkt, bekommt man auf magische Weise doch noch das ewige Leben, dazu muss man nur telepathisch seinen Sohn als Gott anerkennen. Überhaupt, wenn man Gott telepathisch um etwas bittet, dann bekommt man es, oder man bekommt es nicht, und zwar mit genau der Wahrscheinlichkeit, mit der es sowieso passieren würde. Toll!

Das alles erfährt man nicht von Gott, sondern aus dritter, vierter Hand, von denen, die davon profitieren, dass man ihnen das alles glaubt, ohne Fragen zu stellen. Was dann auch prompt zu großer Uneinigkeit führt, was man tun muss, um gegen Gottes ursprünglichen Willen doch noch unsterblich zu werden. Diese Uneinigkeit hat seitdem stetig zugenommen, man könnte fast meinen, Gott wählt stets genau die Methode der Kommunikation, die am meisten Konfusion und Zwietracht sät. Aber man darf ja nichts dagegen sagen, ohne als böse zu gelten, und die Anhänger bringen einen für eine andere Meinung gerne mal um, jedenfalls, bis immer mehr Menschen ein Einsehen hatten und das für böse hielten.

Eingestreut in beide Bücher sind noch diverse Geschichten, in denen Gott beweist, dass er mächtig ist, indem er ab und zu willkürlich die Regeln ändert, die er der Natur der Welt auferlegt hat. So heilt er beispielsweise ab und zu kranke Menschen von allerlei Gebrechen, außer, wenn ihnen Gliedmaßen amputiert wurden, das kann oder will er nicht. In jedem Fall zieht er an allen Fäden so im Hintergrund, dass man meinen könnte, es gäbe ihn nicht, und das alles sei bloß eine große, kosmische Verschwörungstheorie, die sich Menschen ausgedacht haben, denen die Realität zu langweilig ist.

Der Artikel erschien zuerst auf der Seite Quora.

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2022-08-28 21:00

Menschlichkeit statt Schweigen
Islamische Terroranschläge – peinliche Verdrängung!

Humanisten

Über den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 und bei den Olympischen Spielen 1972 in München spricht Gerd Buurmann auf der Achse des Guten mit dem Journalisten Chaim Noll aus Israel und der Sprecherin der Opfer und Hinterbliebenen des Anschlags in Berlin, Astrid Passin. Wie geht Deutschland mit dem islamischen Terror und vor allem mit den Opfern und Hinterbliebenen um?

Dazu der Podcast Indubio Folge 239 (Kopie) und ein EMMA-Artikel vom 23. April 2021 (PDF-Kopie).

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2022-08-14 20:00

Es gibt unzählige Rushdies in der Welt
Wer es wagt, den Islam zu kritisieren, lebt ein gefährliches Leben

Hamed Abdel-Samad

„Als Kind hatte ich den Schriftsteller gehasst wie viele Muslime; bis ich seine «Satanischen Verse» selber gelesen habe. Hinter dem Hass auf Salman Rushdie steckt ein tiefer Hass gegen die westliche Kultur.“ So beginnt der Artikel von Hamed Abdel-Samad in der Neuen Zürcher Zeitung.

Link zu Hamed Abdel-Samads Artikel in der NZZ.

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2022-08-13 18:00

Ich will, dass das Morden im Namen des Islams aufhört!
Ist Religion nicht kontrollierbar?

Salman Rushdie

„Mir ist es egal, was der Islam bedeutet. Ich will einfach nur, dass das Morden im Namen des Islams aufhört. Ich will, dass ich in Ruhe leben kann. Ich will, dass mir der Islam egal sein kann. Ich will den Islam einfach nur tolerieren können.“ So beginnt der Artikel von Gerd Buurmann auf der Achse des Guten. Und er endet: „Erklärt nicht mir, was der Islam bedeutet. Sorgt stattdessen dafür, dass die Muslime, die den Islam nutzen, um zu morden, damit aufhören. Zwingt nicht mich zum Dialog, sondern die Terroristen. Es ist Euer Islam, der zum Morden verwendet wird, nicht meine Kritik am Islam.“

Link zu Gerd Buurmanns Artikel.

(Artikel als PDF-File)

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2022-08-12 12:00

Verantwortungslose Gesetzgeber

Das neue Selbstbestimmungsgesetz als Gefahr für Jugendliche und Frauen
von Felix Kruppa

Wahn

Das neue Selbstbestimmungsgesetz soll Minderjährige ab 14 Jahren auch ohne Erlaubnis der Eltern mit Hilfe des Familiengerichts dazu befähigen, ihren Geschlechtseintrag und Vornamen zu ändern. Mit dem Gesetz glaubt man Adultismus und identitäre Fremdbestimmung zu bekämpfen, wird in vielen Fällen aber großes Leid schaffen. Ungeachtet seiner Konsequenzen schafft die Regierung verantwortungslos Regelungen, die den Jugendlichen zur ideologischen Knetmasse und Opfer seiner kindlichen Entscheidungen macht. Fortan jedes Jahr sein Geschlecht wechseln zu können, ist außerdem eine antifeministische Gefahr, die Frauen um ihre Schutzräume bringt.

1. Unzureichende jugendliche Entscheidungsfähigkeit

Minderjährige können die Konsequenzen ihres Handelns in den meisten Fällen nicht absehen und auch laut Bundesgerichtshof kann ein Minderjähriger erst in medizinische Eingriffe einwilligen, wenn er „nach seiner geistigen und sittlichen Reife die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs und seiner Gestattung zu ermessen vermag“.[1] Diese Regelung speist sich aus der unstrittigen Tatsache, dass Minderjährige aufgrund ihrer bis zum 25. Lebensjahr fortdauernden Gehirnentwicklung und der fehlenden Lebenserfahrung (im Durchschnitt) oft weniger rationale Entscheidungen treffen. Auch die psychosoziale Reife steckt mit 14 noch in den Kinderschuhen (vgl. Grafik 1[2]).

Psychosicial Maturity

Hinzu kommen in dem Alter die ausgeprägte Risikobereitschaft und Impulsivität, eine Anfälligkeit für Peer Pressure, mangelnde Emotionsregulierung und eine fehlende Zukunftsorientierung. Insbesondere die Zukunftsorientierung – für die Frage nach der eigenen geschlechtlichen Identität nicht unerheblich – erreicht mit ungefähr 14 Jahren ihren Tiefpunkt (vgl. Grafik 2[3]).

Age Differences

Die Tragweite des Geschlechtswechsels kann in den meisten Fällen also von 14-Jährigen nicht erkannt werden. Identität ist in diesem Alter erst im Auf- und Umbruch begriffen, über prägnante Lebensentscheidungen zur zukünftigen Familien- und Lebensplanung sind sich Jugendliche noch nicht im Klaren. Insbesondere junge Männer beginnen beispielsweise erst vergleichsweise spät, sich mit der Frage des Kinderwunsches auseinanderzusetzen. Unter den 14- und 15-jährigen hat fast die Hälfte noch keine klare Haltung zu dem Thema (vgl. Grafik 3[4])

Age Differences

2. Vorschnelle Geschlechtsumwandlungen

Eine Geschlechtsumwandlung (Transition), die durch die neuen Gesetze stark vereinfacht wird und oft als logische Folge mit dem Geschlechtswechsel auf dem Papier einhergeht, verunmöglicht das Kinderkriegen in vielen Fällen. Zu den bekannten Nebenwirkungen von im Vorfeld eingenommenen Pubertätsblockern gehören Unfruchtbarkeit, defizitäres Knochenwachstum, Schäden der Gehirnentwicklung sowie psychische Störungen. In Großbritannien wurden sie deshalb für Kinder verboten. Transitionen sind im Nachgang ebenfalls nicht nebenwirkungsfrei, sondern kosten die Patienten neueren Daten zufolge z. B. oft ihre Orgasmusfähigkeit[5], wobei männliche Transpersonen mit Neo-Vagina oft bessere Chancen als weibliche Transpersonen mit einem Neo-Penis haben.

Problematisch ist, dass Transitionen mittlerweile ohne gründliche und vor allem kritische Anamnese ermöglicht werden (müssen). 2020 hat der Bundestag sogenannte „Konversionsbehandlungen“ verboten. Dem grundsätzlich richtigen Gedanken zum Trotz bedroht das Gesetz allerdings auch jene Therapeuten, die die Motive des „Transitionswunsches“ eines Kindes oder Jugendlichen mit ihnen gemeinsam erforschen wollen. „Ins Gesetz wurde de facto hineingeschrieben, dass alle Therapeuten jetzt ‚transaffirmativ‘ behandeln müssen“, erklärt Alexander Korte, Kinder- und Jugendpsychiater an der Uniklinik München. „Bisher galt der Grundsatz, dass die therapeutische Begleitung ausgangsoffen sein sollte. Und das bringt uns Therapeuten jetzt in eine äußerst bedrohliche Lage. Was passiert denn, wenn man den Transitionswunsch des Menschen hinterfragt?“[6]

Unabhängig von den rechtlichen Zwängen werden auch moralische Zwänge die medizinisch neutrale Anamnese erschweren. Dem oft großen Leidensdruck von Menschen mit Genderinkongruenz darf nicht vorschnell und ohne große Hürden mit einer Transition begegnet werden, die retrospektiv ggf. als großer und nur schwer umkehrbarer Fehler erkannt wird.

3. Jährlicher Geschlechtswechsel als Gefahr für Frauen

Gesetzlich verankert wird fortan auch, jedes Jahr sein Geschlecht wechseln zu können. In der postmodernen Welt ist Sprache nicht nur Kommunikationsmittel, sondern auch konstruktivistische Magie. In Anlehnung an den sprachlichen Idealismus und der Sprechakttheorie geht man davon aus, dass Sprache Wirklichkeit schafft. Auszusprechen, dass man „weiblich“, „männlich“ oder etwas anderes sein will, reicht fortan in Ablösung von einer biologischen Definition von Geschlechtlichkeit dafür aus, um mit dem neuen Namen und Geschlecht angesprochen werden zu müssen. Bei Missachtung drohen Geldstrafen.

Die Extensionen der Begriffe „Mann“ und „Frau“ werden dadurch beliebig, eine genaue Zuordnung schwierig. Der Versuch großer Teile der Transbewegung, Geschlechterrollen als Geschlecht umzudefinieren und (wieder) an äußerliche Marker wie Röcke, lange Haare oder Genderlekte zu koppeln (Pinkes Kleid, lange Haare und pipsige Stimme? Frau!) ist reaktionär und vor allem dort problematisch, wo Frauen Schutzräume brauchen. In Frauenumkleiden, -toiletten, -häusern und -gefängnissen können sich Männer, die sich als Transfrauen definieren, in Zukunft einfach reinidentifizieren. Die Kategorie „Frau“ wird bedeutungslos, der Schutz von Mädchen und Frauen untergraben. Erfolge von Frauen im Sport, bei Stipendien und sonstigen Errungenschaften werden zunichte gemacht durch „weiblich gelesene“ Männer. Das ist mindestens antifeministisch, in manchen Fällen auch gefährlich.

4. Gefühl über Fakten

Leider wird neben diesen Bestrebungen auch die wissenschaftliche und faktengestützte Betrachtungsweise der Debatte um Geschlechtlichkeit korrumpiert. Das Leugnen der Zweigeschlechtlichkeit z. B. wird zum Abgrenzungsmerkmal der Toleranten von den Transphoben und Sexisten. Wer die Postulate der Queer Theory nicht mitgeht, ist neuerdings rechts und moralisch kompromittiert. Bezeichnenderweise hat im vorauseilenden Gehorsam am 2. Juli 2022 die Berliner Humboldt Universität einen Vortrag mit dem Titel „Geschlecht ist nicht (Ge)schlecht, Sex, Gender und warum es in der Biologie zwei Geschlechter gibt“[7] der studierten Biologin Marie Vollbrecht gecancelt, weil von einer studentischen Gruppe im Vorfeld zum Protest aufgerufen wurde. Bei Twitter wird mittlerweile schon die Frage, ob ein im Wald ausgesetztes Kind, dem niemand ein Geschlecht zugewiesen hat, trotzdem ein Geschlecht hat, mit Verweis auf die Twitter-Regeln und deutsche Gesetze gelöscht.[8]

Der Diskurs um Geschlechtlichkeit ist folglich hochgradig vermint und moralisiert. Hierbei ist es grundsätzlich so, dass das, was wir richtig und falsch finden, auf moralischen Intuitionen basiert. Rationale Argumente sollen diese Intuitionen im Nachgang nur bestätigen (Confirmation Bias). Erst fühlen wir also, ob wir für oder gegen etwas sind, dann kommen Sachargumente ins Spiel.

So werden sich die meisten kaum mit den biologischen Fakten zu Geschlechtlichkeit – darunter der Tatsache der Zweigeschlechtlichkeit (Anisogamie) und der Frage nach eventuell einschränkenden Ausnahmen durch (vermeintliche) Mehrgeschlechtlichkeit (Hermaphroditismus verus) – auseinandergesetzt haben, voller Überzeugung aber dem medial kolportierten Vielfaltsgedanken folgen und biologische Intersexualität allein deshalb als Faktum annehmen, da diese Annahme den Betroffenen hilft, in ihrem Anderssein toleriert zu werden. Moral Dumbfounding[9], also bei seinen Überzeugungen zu bleiben, ohne Gründe für dieselbe vorweisen zu können, gehört bei der richtigen Sache sogar zum guten Ton, um Haltung zu zeigen (Virtue Signalling). Dabei tritt die biologische Einschätzung zu dieser Frage in den Hintergrund. Dem Ansinnen, Geschlechterrollen in ihrer Vielfalt zu akzeptieren und Toleranz gegenüber identitärem Anderssein zu kultivieren, tut auch eine biologische Betrachtungsweise von Geschlecht keinen Abbruch, sofern man liberales und aufgeklärtes Denken kultiviert. Der Debatte täte mehr Wissenschaftlichkeit und weniger Moral gut.

5. Innehalten

Insbesondere dann, wenn die Zukunft und das Glück von schutzbedürftigen Jugendlichen auf dem Spiel steht, dürfen moralisierte Trends und blauäugige Vielfaltslobhudelei den langfristigen Blick auf die Leidtragenden nicht versperren. Es gilt, innezuhalten, die Sachlage zu sichten, mit den Betroffenen zu sprechen und einen für alle gangbaren Weg zu wählen, der das Leid insgesamt mindert. Dabei muss das oft große Leid berücksichtigt werden, das Betroffene empfinden, die sich im falschen Körper geboren fühlen. Kindern aber ein volles Entscheidungsrecht zuzubilligen, dem sie qua Entwicklung oft noch nicht rational entsprechen können, ist neben den ohnehin in diesem Alter fragwürdigen Pubertätsblockern der falsche Weg. Oft verhindert die Einnahme von Pubertätsblockern auch eine pubertätsbedingt notwendige Aussöhnung mit dem Geburtsgeschlecht oder befördert die Intensivierung einer Geschlechtsdysphorie, dem starken und anhaltenden Gefühl also, dass das eigene anatomische Geschlecht nicht dem gefühlten entspricht, hin zur tatsächlichen Transsexualität. Es gibt eine Vielzahl an Studien, die belegen, dass Minderjährige, die nicht affirmativ mit Pubertätsblockern versorgt werden, aus ihrer Genderdysphorie, die heute ungleich häufiger junge Mädchen betrifft, herauswachsen.[10]

Entgegen der Queertheorie ist das biologische Geschlecht nicht nur eine historisch bedingte Konstruktion und damit fluid, sondern eine Tatsache, die in der Pubertät identitäre und integrative Herausforderungen birgt, denen man zuvorderst nicht mit Hormonblockern, sondern sozialem Beistand, elterlicher Fürsorge, freundschaftlicher und ggf. therapeutischer Hilfe begegnet.

Studien zufolge ist das Geschlecht der zentrale Baustein für persönliche Identität. Kein anderer Aspekt ist so unauflösbar mit unserem Menschsein verknüpft.[11] Der mediale und politische Zeitgeist allerdings, das biologische Geschlecht nur als lästiges und beliebig formbares Anhängsel auf dem Weg zur Realisierung seines wahren Ichs zu betrachten, ist nicht nur die Verabschiedung von evidenzbasierter Identitätsentwicklung, sondern in Konsequenz auch reaktionär und folgenschwer für die erkämpften feministischen Meilensteine und Schutzräume.

Die moralisch und ideologisch angestrebte Vermischung von sozialem und biologischem Geschlecht als vermeintliche Emanzipationsleistung und Instrument der identitären Selbstverwirklichung verkennt und befördert in ihrem Toleranzglanz durch die Entrechtung der Eltern und Ärzte einerseits folglich blind das Leid von Jugendlichen, denen man glaubt, damit geholfen zu haben, und andererseits von Frauen, die durch den Fokus auf Transidentitäten um ihre emanzipatorischen Errungenschaften und Schutzräume betrogen werden.

Eigentlich müssten Eltern, Pädagogen und Frauen gegen das Gesetz aufbegehren. Sie tun es nicht, weil sie moralisch gefesselt sind, das Gesetz mit Buzzwords wie „Würde“, „Toleranz“ und eben „Selbstbestimmung“ geframt wurde und man die Folgen desselben mangels Informiertheit und kritischer Berichte nicht absieht. Fraglich ist, ob man mit der Kritik daran warten sollte, bis es sich im Rückblick als schädlich erwiesen hat, obwohl es sich so gut anhörte.

⁕    ⁕    ⁕

Die im Text angegebenen Referenzen findet man am Ende in dieser PDF-Kopie.

Der Artikel erschien zuerst auf der Seite GOTT UND DIE WELT.

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2022-08-06 15:00

Semantische Tricks der „Faktenchecker“
Wie mit „Faktencheckern“ Politik betrieben wird

Trump als Teufel

„Sogenannte Faktenchecks bestehen größtenteils aus semantischen Tricks, um in Überschriften Tatsachen scheinbar zu widerlegen. Vor allem in Bezug auf Donald Trump gab es viele solcher böswilligen Verdrehungen.“ So geginnt der Artikel von Gerd Buurmann auf der Achse des Guten. Und er fährt fort: „Oft sind Faktenchecks nichts weiter als reine Vernebelungen von Fakten, um der eigenen Agenda zu genügen.“

An einem Beispiel aus eigener Erfahrung und an etlichen Beispielen mit Bezug auf Trump und Biden deckt Gerd Buurmann die bösartige Methode auf, mit der „Faktenchecker“ von der Politik verbreitete Narrative fördern:

Link zu Gerd Buurmanns Artikel.

(Artikel als PDF-File)

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2022-07-16 18:00 (Beitrag von 2022-06-24 12:00 ergänzt)

Philosophieren mit Kindern
Die überlegene Alternative

Lesendes Kind

Die Hamburger Schulbehörde propagiert einen „Religionsunterricht für alle“, der nur ein Bekenntnisunterricht für Religiöse ist. Vorstellungen kon­fes­si­ons­frei­er Kin­der – Aufklärung, säkularer Hu­ma­nis­mus, Athe­is­mus – kommen nicht vor, obwohl sie am Unterricht teilnehmen sollen. Für abgemeldete Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 gibt es keinen Alternativunterricht. Prof. Dr. Kerstin Michalik von der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg hat beim Säkularen Forum Hamburg am 22. Juni 2022 einen Vortrag über „Philosophieren mit Kindern in der Grund­schu­le – Erfahrungen und Perspektiven“ gehalten, der von den Zuhörern mit Begeisterung aufgenommen wurde. Alle waren sich einig, dass dieser Unterricht weit mehr zu Toleranz und gegenseitiger Achtung beiträgt, als es der Religionsunterricht könnte.

(Beitrag als PDF-File)

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2022-05-22 00:00

Neue Gefahr: Affen-Po­lito­ence­pha­li­tis!
Pandemie-Vorbereitungen zum Herbst

Affen-Politoencephalitis

Von dem als ausgerottet geltenden Po­lio­ence­pha­li­tis-Virus wurde nun bei Affen in einigen Zoos und auch bei einigen Menschen (überwiegend Politiker*innen) eine Mutante entdeckt, das Po­lito­ence­pha­li­tis-Virus. Vermutlich sind seit längerer Zeit bereits mehr Politiker*innen daran erkrankt als nachgewiesen. Unklar ist, ob diese Mutante von Menschen in Zoos eingeschleppt wurde oder den umgekehrten Weg genommen hat.

Da das Politoencephalitis-Virus eine Mutante des Polioencephalitis-Virus ist, sind auch die Symptome der Erkrankungen kaum zu unterscheiden.

Die Anzeichen und Symptome können variieren, und bei manchen Personen treten überhaupt keine Symptome auf. Das am häufigsten berichtete Symptom der Polioenzephalitis ist Müdigkeit. Die Müdigkeit geht mit Schwierigkeiten bei der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung und der Aufrechterhaltung des Wachzustandes einher. Bei einigen Personen treten psychiatrische Symptome wie ängstliche Stimmung, Schmerzen, Schlaflosigkeit und depressive Stimmung auf. Auch über Verwirrung und Desorientierung in Bezug auf Zeit und Raum wurde berichtet. Die motorischen Symptome variieren von Patient zu Patient, können aber Inkoordination und Zittern, Nystagmus, Verlust der konjugierten Augenbewegungen, Steifheit und Hemiparese umfassen. (Übersetzung aus der englischen Wikipedia)

RKI und PEI gehen auf Weisung des Bundesministeriums für Gesundheit davon aus, dass es im Herbst zu Massenerkrankungen kommen wird. Als vulnerable Bevölkerungsgruppe gelten insbesondere Politiker*innen und Mitarbeiter*innen der Bundesorgane. Ein PCR-Test wird gerade entwickelt. Die bedingte Notzulassung eines Impfstoffs – dessen langanhaltende Wirkung (ohne Nebenwirkungen!) bei Zoo-Affen bereits nachgewiesen wurde – ist in Vorbereitung. Über eine politikbezogene Impfpflicht für Politiker*innen und Mitarbeiter*innen der Bundesorgane wird in Kürze der Bundestag abstimmen. Der Bundesgesundheitsminister bereitet sich auf alle Eventualitäten vor und will vorsorglich eine Milliarde Impfdosen ordern, um auch der impfwilligen Bevölkerung bis zu 10-faches Boostern zu gewährleisten. Im Einklang damit arbeitet das Bundesverfassungsgericht an einem Beschluss für ein „Solidaritätspflichtgesetz“, das dann selbstverständlich auch die allgemeine Impfpflicht mit abdeckt.

Es ist besorgniserregend, dass es in unserem Staat Menschen gibt, die völlig unkritisch gegen vorausschauende und weise Maßnahmen, die unsere Politiker*innen gegen die Politoencephalitis erlassen werden, opponieren. Es sind unkritische, Hass und Hetze verbreitende, demokratiefeindliche und asoziale Spaziergänger*innen, die dem rechten bis rechtsextremen Spektrum angehören: „AfD-nah, ungeimpft und verschwörungsgläubig“. Um gegen die Verbreitung von Desinformationen und Rechts­ex­tre­mis­mus – insbesondere auch im Internet – vorzugehen, hat glücklicherweise das Bundesministerium des Innern und für Heimat dem undemokratisch demonstrierenden Pöbel den Kampf angesagt.

(Politoencephalitis als PDF-File)

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2022-05-06 18:00

Entrüsten wir uns! Über den nicht verhinderten Ukraine-Krieg
von Karim Akerma

Schmutziger Ukrainekrieg

»Ich aber versichere dich, Vater, dass dieses naturwidrige ›Gern-sterben‹, welches da allen Männern zugemutet wird, so heldenhaft es dem Aussprechenden auch dünken mag – mir klingt es wie gesprochener Totschlag.«

(Bertha von Suttner, Die Waffen nieder)

In Anbetracht des Völkerrechts kann der russische Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 nur verurteilt werden. Bei aller Einmütigkeit in der Verurteilung dieses militärischen Überfalls kommen wir nicht umhin, seine Vorgeschichte zu betrachten. Im Folgenden datiert diese Vorgeschichte vom Ausschlagen der ausgestreckten Hand Putins, als dieser am 25. September 2001 im Deutschen Bundestag redete, wo er unter anderem ausführte:

„Heute erlaube ich mir die Kühnheit, einen großen Teil meiner Ansprache in der Sprache von Goethe, Schiller und Kant, in der deutschen Sprache, zu halten. […] Eine der Errungenschaften des vergangenen Jahrzehnts war die beispiellos niedrige Konzentration von Streitkräften und Waffen in Mitteleuropa und in der baltischen Region. Russland ist ein freundlich gesinntes europäisches Land. Für unser Land, das ein Jahrhundert der Kriegskatastrophen durchgemacht hat, ist der stabile Frieden auf dem Kontinent das Hauptziel. […] Tatsächlich lebte die Welt im Laufe vieler Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts unter den Bedingungen der Konfrontation zweier Systeme, welche die ganze Menschheit mehrmals fast vernichtet hätte. […] Ich bin überzeugt: Wir schlagen heute eine neue Seite in der Geschichte unserer bilateralen Beziehungen auf und wir leisten damit unseren gemeinsamen Beitrag zum Aufbau des europäischen Hauses.“

Vor dem Hintergrund der Ereignisse vom 24.2.2022 belehrt man uns heute, zurückliegende Aussagen Putins seien als schäbige Lügen zu werten. Es werden sogar Versuche unternommen, Initiativen zur Entspannung früherer Jahrzehnte zu diskreditieren. Doch schauen wir etwas näher hin: Als Putin sich wie oben zitiert äußerte, hatte die erste Nato-Osterweiterung 1999 bereits stattgefunden. Weitere Nato-Osterweiterungen folgten in den Jahren 2004, 2009, 2017 und 2020. Treibende Kraft hinter diesen Nato-Erweiterungen waren die USA. Vor diesem Hintergrund gelangen nicht wenige Beobachter zu dem Schluss, die aggressive US-Außenpolitik sei letztlich auch für den Überfall Russlands auf die Ukraine ein entscheidender Faktor. Zu diesen Analytikern gehört der an der University of Chicago lehrende Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer. Und eine entsprechende Warnung war bereits vom US-Diplomaten George F. Kennan in einem einflussreichen Artikel in der New York Times vom 5. Februar 1997 ausgesprochen worden, worin Kennan schreibt: „… expanding NATO would be the most fateful error of American policy in the entire post-cold war era.” [… eine Ausdehnung der Nato wäre der fatalste Fehler der US-Außenpolitik in der Phase nach dem Kalten Krieg.] In diesem Sinne spricht denn auch Papst Francesco im Interview mit dem Corriere della Sera am 3. Mai vom „Bellen der Nato an der russischen Haustür“ („l’abbaiare della Nato alla porta della Russia“), welches für die tragischen Ereignisse seit dem 24.2.22 mitverantwortlich sei. Aus der Vielzahl und Pluralität dieser Stimmen erhellt: Wir haben es nicht beileibe nicht mit einem schlichten „Narrativ des Kremls“ zu tun.

Offenbar bedurfte es unter anderem einer langen Serie von Nato-Erweiterungen, um den Putin der ausgestreckten Hand von 2001 in jenen Dämon zu verwandeln zu dem er im Zuge einer erfolgreichen Kampagne unter willfähriger Beteiligung der Presse gemacht wurde. Die Dämonisierung war erfolgreich abgeschlossen, als man allerorten hörte: Mit Putin kann man nicht verhandeln – er lebt schon lange in einer politischen Blase und zieht seine imperialen Pläne unbeirrt durch!

Indem der Westen Putin auf diese Weise erfolgreich dämonisierte, beging er jedoch einen kardinalen Fehler. Denn ein dehumanisierter Dämon spult eben einfach nur sein imperiales Macht-Programm ab und ist jeder diplomatischen Initiative unzugänglich. Gerade indem man Putin jahrelang dehumanisierte, beging man den Fehler, ihm die moralische Schuldfähigkeit für seine Handlungen zu nehmen. Ein böser Dämon konnte gar nicht anders handeln als Putin es an jenem 24. Februar 2022 tat. Die sich selbst zur „Partei der Guten“ stilisierenden USA mit ihrem Nato-Anhängsel hingegen hätten durchaus bewirken können, dass die Geschichte einen anderen Verlauf nimmt. Die Guten sind ja deshalb gut, weil sie für sich eine Handlungsfreiheit reklamieren können, eine Wahlfreiheit zwischen Gut und Böse. – Im Unterschied zu einem entmenschlichten Dämon, bei dem man davon ausgehen muss, dass er seine Drohungen automatenhaft in die Tat umsetzen wird. Folglich ist der Westen mit seinen vielbeschworenen „Werten“ – sprich: die US-Regierung – die einzige übrigbleibende handlungsfreie Instanz, die die eingetretene Entwicklung, den Überfall Russlands auf die Ukraine, hätte verhindern müssen. Hierin liegt der Denk- und Strategiefehler der beispiellosen Dämonisierung Putins zurückliegender Jahre.

Seine Drohungen verkleidete Putin in zurückliegenden Jahren öfters in die Rede von Roten Linien, deren Übertreten er als russischer Staatschef nicht tolerieren werde. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland am 18. November 2021 berichtet, beklagte Putin: „Wir machen ständig unsere Bedenken deutlich und sprechen über rote Linien.“ – Der Westen nehme diese jedoch nicht ernst. Dem entsprechend äußerte US-Präsident Biden im Vorfeld seines virtuellen Gipfels mit Putin am 7.12.2021, er akzeptiere von niemandem Rote Linien. Ganz in diesem Sinne machen die USA aus ihrer militärischen Aufrüstung und Nato-Ausrichtung der Ukraine auch gar kein Geheimnis. So teilt das Weiße Haus am 1. September 2021 auf seiner Internetpräsenz mit: Seit 2014 haben die USA 2,5 Milliarden Dollar in das ukrainische Militär investiert. Die USA würden ihr „robust training and excercise program“ ausdehnen und die Ukraine weiter zum „NATO Enhanced Opportunities Partner“ aufbauen.

Obwohl es ihr ein Leichtes gewesen wäre, wendete die US-Regierung den russischen Überfall auf die Ukraine nicht ab: Sie unterließ es, den Angriff durch das Eingehen auf Rote Linien abzuwenden und ist somit für den Überfall kausal mitverantwortlich. Unterlassungen haben häufig den Status von Handlungen – so auch hier. Die Unterlassung der US-Regierung beruht auf wohlerwogenen aktiven Entscheidungen.

Zur Kette der Kausalitäten, die den Überfall auf die Ukraine mit zunehmender Unausweichlichkeit herbeiführten, gehört nicht zuletzt die Unterlassung der US-Regierung, einen ihr am 17. Dezember 2021 vorgelegten russischen Vertragsentwurf zur Deeskalation und über gegenseitige Sicherheitsgarantien gebührend zu berücksichtigen. In der Einleitung zu diesem Vertragsentwurf heißt es, der Vertrag sei zu unterschreiben

„in dem Bestreben, jegliche militärische Konfrontation und jeden bewaffneten Konflikt zwischen den Parteien in dem Bewusstsein zu vermeiden, dass ein direkter militärischer Zusammenstoß zwischen ihnen zum Einsatz von Kernwaffen führen könnte, was sehr schwerwiegende Folgen haben würde.“

In Artikel 5 des Vertragsentwurfs heißt es:
„Die Vertragsparteien verzichten auf die Stationierung ihrer Streitkräfte und Waffensysteme – einschließlich im Rahmen internationaler Organisationen, Militärbündnissen oder -koalitionen – in Gebieten, in denen eine derartige Stationierung von der anderen Vertragspartei als Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit empfunden werden könnte. Ausgenommen ist eine solche Stationierung innerhalb der nationalen Hoheitsgebiete der Vertragsparteien.“

Wie gesagt, gingen die USA nicht ernsthaft auf diesen Vertragsentwurf ein. Stattdessen äußerte der ukrainische Präsident Selenskij auf der zurückliegenden Münchner Sicherheitskonferenz vom 18. –20. Februar 2022, die Ukraine könnte durchaus aus dem Budapester Memorandum aussteigen. Was bedeuten würde: Die Ukraine könnte sich mit Atombomben bewaffnen.

Unterlasse ich es, eine klar identifizierte Gefahr abzuwenden, obwohl ich sie leicht abwenden könnte, so mache ich mich schuldig, wenn durch mein Unterlassen Menschen zu Schaden kommen. Ich mache mich insbesondere dann schuldig, wenn ich selbst bei der Gefahrenabwendung nicht geschädigt würde und die Gefahr dennoch nicht abwende. Vor diesem Hintergrund ist es daher sehr zutreffend, wenn Klaus von Dohnanyi in seinem aktuellen Buch Nationale Interessen notiert: „Europa muss sich endlich eingestehen: Wir Europäer sind Objekt US-amerikanischen geopolitischen Interesses und waren niemals wirklich Verbündete, denn wir hatten nie ein Recht auf Mitsprache. […] einen seriösen Versuch der USA, mit Russland in Europa zu einem Interessenausgleich zu kommen, hat es außerhalb von Rüstungsfragen nie wirklich gegeben.“

Hätten die USA den russischen Vertragsentwurf ernst genommen – oder wären sie von ihren Verbündeten dazu gebracht worden, denen für eine solche Initiative allerdings das nötige Rückgrat fehlt –, so wäre es wohl kaum zum völkerrechtswidrigen russischen Einmarsch in die Ukraine gekommen, der Tausenden ukrainischen und russischen Soldaten sowie ukrainischen Zivilisten Tod und Elend brachte.

Die obigen Überlegungen zeigen Folgendes: Ist Putin jener von imperialen Träumen getriebene Dämon, zu dem er seit Jahren stilisiert wird, so lag es allein an den handlungsfreien USA, durch Respektierung von Putin gesetzter Roter Linien den Einmarsch Russlands in die Ukraine abzuwenden. Dämonisiert man Putin hingegen nicht, so wird man realpolitisch mit ihm verhandeln müssen. Und dies bedeutet insbesondere auch eine Abkehr von der US-inspirierten kriegs-grünen Doktrin, Russland ruinieren zu wollen, die die Welt mit Sicherheit einige Schritte weiter an den Abgrund führen würde. Gewiss hat die Ukraine ein Recht auf Selbstverteidigung gegen den russischen Angriff. Zugleich aber haben die Bevölkerungen von Drittstaaten das Recht, von ihren Regierungen nicht in diesen Krieg einbezogen zu werden.

Fordern wir die Mitglieder der Regierungsparteien auf, sich für Lösungen zur Beendigung dieses Krieges einzusetzen, die auf eine Neutralität der Ukraine hinauslaufen – nachdem sie gegebene Lösungen zur Verhinderung des Ukraine-Krieges ignorierten. Entrüsten wir uns!

Dieser Beitrag erschien auch im tabularasa-Magazin und auf der Seite des Autors.

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2022-04-30 12:00

Offener Brief an Olaf Scholz
Aufruf zur Beendigung des Krieges

Kompromiss

Wir werden nicht sagen können, wir hätten alles für eine friedliche Lösung versucht, wenn wir nicht alles dazu beitragen, dass es so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand kommen kann, zu einem Kompromiss, den beide Seiten akzeptieren können, anstatt weitere schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Die Freien Säkularen Humanisten Hamburg rufen deshalb dazu auf, den Appell gegen Waffenlieferungen und für Waffenstillstand und Kompromiss von 28 Intellektuellen und Künstlern an Bundeskanzler Olaf Scholz zu unterstützen. Bitte unterschreiben auch Sie den Offenen Brief.

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2022-04-18 12:00

Christ*innen-Kriegsgehudel

Die Präses der EKD Anna-Nicole Heinrich gab dem Deutschlandfunk am Ostersonntag dieses Interview (Kopie). Hat man es gehört bzw. gelesen, dann ist es an der Zeit, an dieses Gedicht von Erich Kästner zu erinnern:

Ein Pastor, der in der Heimat klebte,
sagt seinerzeit ungefähr:
»Wenn unser Herr Jesus heute lebte,
bediente er ein Maschinengewehr!«

Kann keiner des Pastors Adresse besorgen?
Weiß sie denn niemand? Wo wohnt der Mann?
Wenn ich sie wüsste – ich führe noch morgen
zu ihm und böte ihm Ohrfeigen an.

Wir müssten Kette vor seinem Haus stehen!
Hier unsre Hände, dort sein Gesicht.
Sie können meinen Vorschlag nicht ausstehen?
Er ist nicht fein? Nein, fein ist er nicht.



Sie glauben, der Ausspruch sei nie gefallen,
sondern erfunden oder entstellt?
Das Schlimmste an diesen Zitaten allen
ist, dass man sie für möglich hält.

Zitat aus: Erich Kästner, Lärm im Spiegel, Atrium Verlag, Zürich 2014.


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2021-11-08 21:00

Corona bringt es an den Tag

Menschenrecht contra Staatspflicht

Impfpflicht

Politiker lassen sich zur Bekämpfung von Covid-19 offenbar nur von „Wissenschaftlern“ beraten, die ihnen genehm sind und das Impfen propagieren. Deshalb werden jetzt Menschen mit Geschenken dazu verführt oder mit erzieherischem, moralisierendem Druck dazu genötigt, sich impfen zu lassen. Dabei haben die bisher verfügbaren Impfstoffe nur eine Notzulassung erhalten (neue Technik, kein Langzeittest). Das politisch und medial massiv verbreitete Staats-Corona-Impf­narrativ wird inzwischen auch von „Humanisten“ unterstützt, wie z. B. in diesen hpd-Artikel „Corona: Das Ende aller Geduld“.

Ist es nicht erstaunlich, dass das Staats-Corona-Impf­narrativ so viel Unterstützung findet, obwohl die Behauptung (zuerst: „Geimpfte sind vor Ansteckung geschützt“, dann nur noch: „Geimpfte sind vor schwerem Krankheitsverlauf geschützt“) von der Realität widerlegt wurde und deshalb ersetzt wurde durch die groteske Behauptung, es handele sich nun um eine „Pandemie der Ungeimpften“?

Die Menschenrechte erklären die Rechte des Staatsbürgers gegenüber dem Staat – von Pflichten gegenüber dem Staat ist keine Rede!

Die in unserem Grundgesetz verankerten Rechte des Einzelnen gegenüber dem Staat werden jetzt offenbar entwertet durch eine Haltung, die Solidarität als Pflicht gegenüber dem Staat einfordert – ein typisches Merkmal totalitärer Staaten – eine Haltung, die leider viele Medien propagieren.

Alexander Wendt analysiert sorgfältig einen FAZ-Artikel von Anders Indset über Joshua Kimmich (vermutlich „Kimmich und das Solo der Egoisten“ vom 28.10.2021), um die Wandlung im Journalismus zum „Hal­tungs­jour­nalis­mus“ aufzuzeigen.

Alexander Wendts Artikel


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2021-07-06 12:00

Ernüchternde Begegnung mit einer verkannten Bedrohung

Bedrohung

Aufgewachsen in den Siebzigern, in denen der Geist der 68er-Bewegung und ihre propagierten Idealvorstellungen vom Menschsein nachwehten, wurde ich 1976 in einer katholischen Schule eingeschult – ein Ereignis, welches fast mein gesamtes späteres Leben beeinflussen und überschatten sollte. Für ein Kind religiös uninspirierter Eltern mit formell evangelischer Konfession war dies eine Fehl­ent­schei­dung – gefällt aufgrund einer fehlenden Alternative: es war schlichtweg keine andere Grundschule im Stadtteil aufnahmefähig. Ein Auto gab es derzeit im Haushalt meiner Eltern nicht.

Ich wurde also schon mit sechs Jahren zum Beten vor jeder Unterrichtsstunde aufgefordert. Eine Benediktiner-Nonne aus dem angrenzenden Kinderheim übernahm die „Obhut“ meiner – der Einflussnahme der Kirche und ihrer Funktionäre mit ihrer auf Wehrlosigkeit und Unterwürfigkeit getrimmten Erziehung ausgelieferten – jungen Psyche.
Glücklich und dankbar übernahm der Sechsjährige jegliche Aufforderung zur Selbstaufgabe, ganz dem sich dem eigenen Tod ausliefernden Idol gleich, für ein angeblich höheres Ziel: die Rettung der Welt und die völlige Negierung der eigenen individuellen Persönlichkeit. Diese wurde schon früh hinterfragt und als teilweise böse und schuldhaft gesehen – ohne helfende Intervention von reiferer, sozial und ethisch erwachsener Seite, nur angeleitet durch die Regeln veralteter Glaubens- und Wertevorstellungen, die das eigene Schuldempfinden bekräftigten und zementierten.

Diese Vorgänge wurden auch im zunehmenden Alter nicht angezweifelt oder korrigiert. Ich verinnerlichte diese Ideologie des Sich-ständig-in-Fragestellens, und fortwährend durchsuchte ich im Laufe der Adoleszenz meine bereits durch diese Prozesse geschädigte Psyche nach möglichen Verfehlungen.

Bedrohung

Trotz der überwiegend selbstschädigenden angelernten Automatismen wurde ich durch die Selbstnegierung zugunsten einer allgemeinen Harmonie zu einem sozial denkenden Menschen, mitfühlend gegenüber den sozial schwächeren Individuen. Ausgegrenzt und diskriminiert, zogen diese meine Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft an. Ganz im Sinne der christlichen Ideologie folgte ich dem Idealbild des „zum Menschen gewordenen Gottes“, allerdings ohne selbst ein Gott zu sein … nur ein Mensch, der sich selbst langsam verbraucht!
Schon früh fiel ich durch schlichtendes Verhalten in der Grundschule auf, freundete mich schnell mit Neuzugängen in der Klassengemeinschaft an und zeigte besonderes Interesse an sozial und gesellschaftlich Ausgegrenzten. Entgegen der überall geächteten und doch existierenden Ausländerfeindlichkeit und den damit verbundenen Vorurteilen gegenüber fremden Lebensweisen und Mentalitäten wurde ich zum selbsternannten „Botschafter des Friedens“. Polen, Jugoslawen und Muslime zählte ich zu meinen Freunden, immer in der Annahme, dass vor einem allgemein gültigen Gerechtigkeitsanspruch alle gleich sind, dass allen dieselben Rechte zustehen. Das galt für mich als universelles Gesetz.
Kein Zweifel kam mir in den Sinn: Der Gastgeber, das Land meiner Eltern, meiner Familie, hat sich höflich den Gästen, den Schutzbefohlenen, zuzuwenden. So wurde es mir seit jeher vermittelt, ohne Wenn und Aber…..Aber auch bis zur Selbstaufgabe?

Eine Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit in der Schule, wie auch damals schon in den Medien, schärfte meinen Gerechtigkeitssinn, führte aber zu einem Schuldkomplex, der mein ohnehin schon schlechtes Gewissen zusätzlich belastete.

Bedrohung

Dieser „deutsche Schuldkomplex“ und die durch das christliche, sündhafte Selbstbild implizierte Unterwürfigkeit machten einen gefälligen „Diener“ aus einem sensiblen, beeinflussbaren Jungen.
Die Siebziger und Achtziger endeten, die einst heile Welt des elterlichen Zuhauses schließlich auch. 1993 zog ich in den sozial schwächsten Stadtteil meiner Heimatstadt, Erfahrungen und Freundschaften meiner Jugend im teilweise linksextremen Milieu (auch hier werden moralische Ansprüche bis zur Absurdität gesteigert, wie einst in der Grundschule), in Subkulturen und sogar in der muslimischen Community hinter mir lassend. Meine eigene Wohnung!
Ein Schlag ins Gesicht – oder in die Heile-Welt-Fassade der Siebzigerjahre? In meiner neuen Heimat, dem „Hoheitsgebiet“ der etwas anderen, hauptsächlich muslimischen Gesellschaft, wurde ich misstrauisch beäugt – irgendwas schien mit mir nicht zu stimmen? Ein zu lange währender Blick, eine wortlose Kommunikation wurden häufiger Anlass für Komplikationen mit den unbekannten jungen Männern, deren leicht verletzbares Ehrgefühl schnell zu Aggressionen führte. Ein koreanischer Freund vermutete ein zu „deutsches Aussehen“, das heißt für meine neue muslimisch geprägte Umgebung war ich jetzt der „Fremde“. Ich versuchte, das Spiel der vertauschten Rollen zu verstehen und führte die Aggressionen, die mir entgegen schlugen, auf den Groll der von feindlichen Vorurteilen gekränkten Migranten zurück. Ich fühlte wieder eine Schuld, eine Kollektivschuld. – Eine ganze Generation von Schuldbewussten sollte später diesen Zeitgeist eskalieren lassen.

Bedrohung

Ich dagegen wurde im Herbst 2018 letztendlich wachgerüttelt und meiner naiven Weltanschauung beraubt – katapultartig in die Realität geworfen:
Aufgrund des Rauchverbots in meiner Wohnung, begründet durch meine Lungenerkrankung, verließ meine damalige Freundin nach einem nächtlichen Streit die Wohnung, um nach ein, zwei Zigaretten einen klaren Kopf zu bekommen. Sie ging aus dem Mietshaus und entfernte sich zwanzig, dreißig Meter von der Haustür. Es war ungefähr 3:30 Uhr in der Nacht.
Auf dem naheliegenden Sportplatz, des Nachts häufig lautstark von Jugendlichen belebt, waren auch in dieser Nacht junge muslimische Männer aus der Siedlung versammelt, eventuell den Alltag resümierend, gelangweilt.
Zuerst erspähten zwei, schließlich fünf oder sechs Männer die 1,65 m kleine, zierliche, blonde Frau und umkreisten, umzingelten sie, Wölfen gleich, wie eine Beute.
Es folgte ein „Verhör“. Fragen nach der religiösen Zugehörigkeit und der damit vermuteten Ehrbarkeit („Bist du Muslima?“) und dem Verbleib des augenscheinlich fehlenden männlichen Begleiters („Bist du verheiratet?“, „Welche deutsche Kartoffel lässt dich um diese Zeit raus?“) wurden gestellt, schließlich die bedrohliche Frage, was sie glaube, was man jetzt mit ihr vorhabe.
Auf die Drohung meiner Freundin hin, sie bringe denjenigen um, der sie misshandele, wurde es einem der jungen Männer zu heikel, und er verlor den Mut. Nach seiner Aufforderung abzulassen löste sich die gespenstische „Scharia-Polizei“ auf und verschwand.
Durch die in deren Erziehung vermittelte Geschlechterhierarchie, das heißt die vollkommene Überlegenheit des männlichen Geschlechts über das weibliche, durch die Ablehnung des humanistischen Bildungs- und Werteverständnisses und durch die Abwesenheit von Vertretern der öffentlichen Sicherheit kam es hier zu einer Konfrontation zwischen zwei sich gegeneinander ausschließenden Weltanschauungen. Mancherorts mit fatalerem Ausgang…

Bedrohung

Schockiert und ernüchtert begann ich, mich mit dem ISLAM und den Reibungspunkten mit der freiheitlichen westlichen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Ich las den Koran und unterstrich und notierte wie in einem Arbeitsbuch, informierte mich über namhafte Kritiker wie Hamed Abdel-Samad, Henryk M. Broder und auch Ahmad Mansour und über ihre Aussagen. Auch tauchte ich erstmalig in die Welt der Politik und ihren Umgang mit dieser faschistischen, heimtückischen Ideologie ein. Seltsamerweise erkannte ich dabei sehr viele Parallelen im Umgang mit den scheinbar unschuldigen, armen, hilfsbedürftigen und geknechteten Anhängern dieser Weltordnung und meinem bisherigen Verhalten. Die Unkenntnis und die falsche Interpretation der eigenen Werte und das Projizieren dieser auf jene menschenfeindliche Denkweise aus dem siebten Jahrhundert zuzüglich einer aus der Vergangenheit gewachsenen Verpflichtung den Menschenrechten gegenüber verquickten sich zu einem Gemisch, aus dem Unterwürfigkeit und Selbstverleugnung der eigenen nationalen Identität erwuchsen, dies dem kleinen Grundschüler gleich, erzogen den Kopf einzuziehen.

Ein endgültiger Bruch mit meiner christlichen Vergangenheit war unumgänglich – auch im Christentum zählten Patriarchat, Frauenverachtung und Homophobie zu den Wertevorstellungen, nur die Aufklärung und der Humanismus legten dieser Ideologie einen Maulkorb um. Fortan sollte der reine Logos und eine rationale Betrachtungsweise der Welt, zu der auch ich fähig war, meine Handlungen lenken und leiten – ich wollte keinem Phantasieprodukt, welches stets meinen Blick trübte oder verzerrte, gefallen und folgen. Ich überwand durch atheistische Argumentation mein naives Gefühl des „Gottesverrats“ und warf endgültig die Ketten meines Geistes ab.

Eine Mitgliedschaft in einer humanistischen, atheistischen Organisation sollte meinen neu gewählten Weg begleiten und helfen, zukünftig auf meinen EIGENEN inneren Kompass zu vertrauen und mich freidenkerisch nicht mehr von gedanklichen Tabus beengen zu lassen, nur demokratischen und menschenrechtlichen Werten verpflichtet. Ich bin auf diesem Weg, aber nicht mehr auf einer Suche!

Bedrohung

Durch gleichgesinnte Mitglieder dieser humanistischen Diskussionstreffen erfuhr ich von dem ZENTRALRAT DER EX-MUSLIME, einer Organisation, die sich der Kritik des Islam verschrieben hat. Als Ex-Christ ist mir eine reguläre Mitgliedschaft verwehrt, doch fühle ich mich den Ex-Muslimen wegen ihrer Apostasie sehr verbunden, so dass ich um Aufnahme als außerordentliches Fördermitglied bat. 2020 erfüllte sich mein Wunsch. Meine Mitgliedschaft beim Zentralrat der Ex-Muslime bietet mir eine bessere Möglichkeit aktiv zu sein, als mich in eine der vorgegebenen parteipolitischen Richtungen einzuordnen.

Mit den in einem absolvierten Illustrationsstudium vermittelten Techniken und Fähigkeiten möchte ich mich auch künstlerisch und persönlich mit dem Thema Religion und speziell dem Islam auseinandersetzen, eine Verarbeitung des Erlebten und Erfahrenen ist für mich nur auf diese Weise des Ausdrückens wirklich möglich.

Durch die tagelange Arbeit und die innere Verbundenheit mit der Thematik eines Bildes, die sich auf diese Weise vertieft, ist das vollendete Werk eine Form des Mitteilens, ein Medium meiner individuellen Botschaft, vergleichbar dem Meinungsartikel eines Journalisten, bei dem allerdings im Allgemeinen die sinnliche Ästhetik eines künstlerischen Werkes fehlt.

Bilder: © 2021 Zentralrat der Ex-Muslime
Dieser Beitrag erschien zuerst auf der Seite des ZdE, Zentralrat der Ex-Muslime.

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2021-04-11 18:00

Wahnfahrt nach Gendern

Genderfaschismus

Spätestens wenn man nach Gendern kommt, verlässt man das Gebiet von Rational und Human. Folgt man der so­zio­logisch-femi­nis­ti­schen Ideologie der sogenannten Feministischen Sprachkritik (auch Feministische Linguistik genannt) mit der Forderung nach einer „gendergerechten Sprache“, dann folgt man der irrationalen und unmenschlichen Ideologie der lesbischen Männerhasserin Luise F. Pusch und ihrer Mitstreiterinnen. Luise Pusch gilt als Begründerin dieses Unsinns in Deutschland.

„Alle säkularen und religiösen Weltbilder sind menschengemacht und von Menschen veränderbar.“, so lautet die 4. von den 12 säkularen Thesen religionsfreier Menschen auf der fshh-Webseite. Obwohl viele Menschen unbedacht oder indoktriniert religiösen Unfug akzeptieren, würde kein aufgeklärter säkularer Humanist sich religiösen Doktrinen unterwerfen oder sie auch nur akzeptieren. Im Gegenteil, er setzt sich in einem säkularen Staat z. B. für die Beseitigung des Religionsunterrichts in staatlichen Schulen ein!

Genauso wie Dogmen bzw. Thesen der Religionen nicht nachvollziehbar oder gar rational begründbar sind, genauso wenig sind es die Dogmen bzw. Thesen zur Behauptung, die deutsche Sprache sei nicht „gendergerecht“, weil das grammatische Maskulinum zur Ungerechtigkeit gegenüber Frauen führe bzw. geführt habe. Und genauso wie viele Menschen unbedacht oder indoktriniert einer Religion anhängen, folgen auch viele Menschen unbedacht oder indoktriniert einer dogmatischen Gender­ideologie.

Zweck dieses Artikels ist es, die Ursachen diesen dogmatischen Unsinns bloßzulegen, mit rational-humanistischen Argumenten die Irrationalität des Genderns aufzuzeigen und dem Gendern aufklärerisch entgegenzutreten.

Die Urheberin, die bedauernswerte

Sowohl nach der deutschen als auch der englischen Wikipedia gilt Frau Pusch zusammen mit Senta Trömel-Plötz und Marlis Hellinger als Begründerin der Feministischen Sprachkritik in Deutschland. Deshalb gehe ich etwas ausführlicher auf Frau Pusch ein, insbesondere auch, weil die von ihr geforderte „gendergerechte Sprache“ von Vielen (auch Männern) ohne rational-kritische Prüfung gedankenlos unterstützt wird.

Die folgende Liste von Zitaten mag Ihnen einen Eindruck von Prof. Dr. Luise Pusch vermitteln:

Diese wahnhaften Äußerungen von Frau Pusch lassen eine früh beginnende Diskriminierung als Lesbe vermuten, unter der sie sehr gelitten haben muss. Als Folge davon scheint sie die Ausmerzung alles Männlichen anzustreben, besonders das generische Maskulinum ist ihr ein Dorn im Auge. Ihre Forderungen, die sie allgemein an die Gesellschaft richtet, sind aus ihrer subjektiven Sicht nachvollziehbar, gegenüber der zu ca. 95 % heterosexuellen Normalgesellschaft sind sie aber inhuman und irreal und daher nicht akzeptabel.

Wissenschaft zu betreiben bedeutet, Wissen in Form nachvollziehbarer, beweisbarer oder falsifizierbarer Erklärungen (Theorien, Hypothesen, Sätze) über ein bestimmtes Objekt des Interesses aufzubauen und zu organisieren. (Das Bestreben, Wissen in diesem Sinne zu erlangen, nennt man auch Forschung.) Die Linguistik ist eine Wissenschaft.

Frau Pusch hat ursprünglich zweifellos wissenschaftlich gearbeitet, siehe ihre Dissertation (Die Substantivierung von Verben mit Satzkomplementen im Englischen und im Deutschen, 1972) und ihre Habilitation (Kontrastive Untersuchungen zum italienischen gerundio, 1978). Danach aber fängt sie an, unwissenschaftlich dogmatische Ansichten über die deutsche Sprache zu propagieren, insbesondere behauptet sie, die deutsche Sprache sei nicht „gendergerecht“, Frauen hätten durch das generische Maskulinum in der Sprache das Nachsehen, sie seien nicht gleichberechtigt, sondern nur „mitgemeint“. Ihre ideologischen Forderungen nach einer „gendergerechten Sprache“ finden sich u. a. in allgemein-öffentlichen Medien wie z. B. der feministischen Zeitschrift EMMA.

Die Gleichberechtigung und Achtung aller Menschen ist nicht nur juristisch abgesichert, sondern gilt heute für die Mehrheit der Gesellschaft – insbesondere für aufgeklärte säku­lar-hu­manis­tische Menschen – als Standard und wird von ihr ausdrücklich begrüßt und unterstützt!

Der säkulare Humanismus vertritt Selbstbestimmung und individuelle Freiheit für jeden, solange die entsprechenden Rechte anderer dadurch nicht unzumutbar eingeschränkt werden. Die Forderung einer Minderheit (LGBT), die Sprache ihren Vorstellungen entsprechend zu verändern, verletzt die Freiheitsrechte der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft unzumutbar und ist daher inhuman.

Die Sprache hat sich evolutionär entwickelt, sie wurde dem Menschen nicht „von oben“ gegeben oder verordnet. In der Linguistik nennt man eine solche Sprache eine natürliche Sprache. Jetzt aber fordert Frau Pusch die Manipulation der Sprache. Sie hat sich damit von einer Wissenschaftlerin zu einer reinen Ideologin entwickelt. Bedauerlicherweise ist sie aufgrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte unfähig, zu erkennen, dass die Feministische Sprachkritik eine nicht begründbare und realitätsferne Ideologie darstellt. Mit dieser Ideologie versucht sie aber, die Gesellschaft umzuerziehen.

Die Ideologien, die irrationalen

An unseren Universitäten gibt es Fakultäten, die ganz besonders der Gefahr unterliegen, statt wissenschaftliche Ergebnisse zu erarbeiten, unbeweisbare Ideologien hervorzubringen und zu propagieren. Nicht nur für die Theologie, sondern auch für die geisteswissenschaftlichen Fächer Soziologie, Politologie usw. ist diese Gefahr besonders groß. Die Genderforschung ist ein Zweig der Soziologie, und da sie auch auf Hypothesen beruht, die sogar naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen widersprechen, ist sie keine seriöse Wissenschaft, sondern eine Ideologie, die durch ihre Forderungen an die Gesellschaft gefährlich ist.

Allerdings muss auch erwähnt werden, dass es Soziologen gibt, die diese ideologischen Probleme ihres Fachs erkannt haben und deshalb mit einer Akademie für Soziologie dem entgegen wirken wollen.

Die Akademie für Soziologie ist eine Fachvereinigung von Soziologen mit dem Zweck, eine ana­ly­tisch-em­pi­risch arbeitende Soziologie zu fördern.

So findet man auf der Webseite der Akademie für Soziologie sogar einen Beitrag zur Würdigung Hans Alberts anlässlich seines 100. Geburtstages. Hans Albert gilt als Hauptvertreter des Kritischen Rationalismus in Deutschland und ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Aber selbst die Akademie für Soziologie hat Schwierigkeiten zu erkennen, dass analytisch-empirische Wissenschaft bzw. kritischer Rationalismus nicht mit Gendern zu vereinbaren ist, findet man doch auf ihren Webseiten heftig gegenderten Text!

Die Realität, die verzerrte

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2021 erschien im humanistischen Pressedienst (hpd) der femi­nis­tisch-ideo­lo­gische Artikel „Die Coronakrise wirft uns zurück in alte Rollenbilder“. Darin wird apodiktisch behauptet, dass die Mehrbelastung durch die Coronakrise allein die Mütter trifft, wodurch das uralte Rollenbild der Frau wiederbelebt würde – welch eine Verzerrung der Wirklichkeit! Renton hat sich dazu in einem Kommentar klar und realistisch zur heutigen Situation der Frauen geäußert, ich wiederhole den Kommentar deshalb hier in voller Länge:

Liebe Frauen,

alles Gute zum Weltfrauentag!

Ich wünsche euch zum Weltfrauentag die Einsicht und die Weisheit, zwischen wirklichen und vermeintlichen Problemen zu unterscheiden. Insbesondere wünsche ich euch, dass ihr nicht den Scharlatanen auf den Leim geht, die euch folgendes einreden wollen:

  • Dass Frauen in Deutschland nicht gleichberechtigt wären. Sie sind es, haben sogar noch ein paar mehr Rechte als Männer. Wenn euch jemand erzählt, Frauen seien nicht gleichberechtigt, verlangt von ihm, euch auch nur einen Gesetzesparagraphen zu nennen, der Frauen weniger Rechte gewährt als Männern. Er wird keinen nennen können.
  • Dass Gleichberechtigung und Gleichstellung dasselbe seien.
  • Dass Gleichstellung ein unbedingt erstrebenswertes Ziel sei. Wer darunter gleiche Anteile von Männern und Frauen in Berufen und Positionen versteht, möchte Menschen unabhängig von ihren Interessen und Fähigkeiten in Bereiche drängen, in die sie nicht wollen. Auch Frauen.
  • Dass ein Anteil von 85 % Alleinerziehenden zeige, dass unsere Gesellschaft in diesem Bereich Lasten überwiegend Frauen aufbürde. Macht euch klar, dass viele dieser Frauen Sieger sind: Sie haben in einem Sorgerechtsprozess das alleinige Sorgerecht erstritten. Nicht die Gesellschaft hat das diesen Frauen aufgebürdet, sie haben es so gewollt. Verlangt von Menschen, die euch anderes erzählen, dass sie ihre Behauptung mit Zahlen belegen sollen: Welcher Anteil an Alleinerziehenden hat die Trennung von ihrem Partner und die Mitnahme der Kinder nicht gewollt? Und inwiefern ist das die Verantwortung der Gesellschaft? (Eine Witwe hat den Tod ihres Partners sicher nicht gewollt, aber die Gesellschaft trägt wohl kaum die Schuld an diesem Tod.)
  • Dass klassische Rollenverteilungen aufgebrochen werden müssten. Sie sind es bereits, und ihr seid frei, euch mit eurem Partner auf jede Rollenverteilung zu einigen, die euch beiden behagt. Ob diese Rollenverteilung traditionell oder modern sein soll, entscheidet ihr zwei allein. Lasst euch nicht einreden, dass „modern“ gut sei und „traditionell“ schlecht. Gut ist, was ihr in gemeinsamer Verantwortung entscheidet.

Nochmal alles Gute!

Fazit: Die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter, die Gleichberechtigung, wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts erreicht – auch eine bestimmte Rollenverteilung wird nicht mehr durch Gesetze begünstigt oder gar vorgegeben. Auch in der Gesellschaft wird die Gleichberechtigung der Frau anerkannt. Eine Gleichstellung darüber hinaus kann es nicht geben, da diese mit den biologischen Gegebenheiten, physiologisch sowie psychologisch, nicht zu vereinbaren ist und zudem dem Menschenrecht auf individuelle Freiheit widerspricht. Das ist die Realität. Alte Rollenbilder sind längst aufgebrochen. Frauen und Männer entscheiden heute autonom, wie sie miteinander leben wollen – niemand hat sie da zu bevormunden!

Die Sprache, die unbekannte

Woher kommt unsere Sprache? Wie haben wir unsere Sprache gelernt? Warum ist unsere Sprache so, wie sie gerade ist?

Zur Entstehung der menschlichen Sprache gibt es etliche unbewiesene Hypothesen. Eines scheint aber unstrittig: Unsere Sprache hat sich zugleich mit unserer evolutionären Entwicklung herausgebildet. Es ist eine Eigenheit der Säuger, dass ihre Nachkommen ausschließlich von (heterosexuellen) weiblichen Exemplaren geboren und anschließend ernährt und meist auch gepflegt werden. Auch das soziale Verhalten wird anfangs meistens durch sie geprägt. Beim Menschen gehört dazu auch das Vermitteln der Sprache, nicht von ungefähr spricht man deshalb von „Muttersprache“.

In der deutschen Sprache, einer Sprache mit Genussystem (nicht Genusssystem!), gibt es die drei Genera Maskulinum, Femininum, Neutrum. Dabei gibt es aber keine Regel, dass das grammatische mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmen muss, wenn von einer Person die Rede ist. Das Deutsche hat andere Regeln. Z. B. sind alle Wörter, die durch Wortbildung entstanden sind und auf -er enden, Maskulina, und zwar unabhängig davon, ob sie eine männliche oder weibliche Person oder eine Sache bezeichnen. So bezeichnet z. B. das Wort Kühler (maskulin, abgeleitet von kühlen) eine Sache. Das Wort Tänzer (maskulin, abgeleitet von tanzen) kann eine männliche Person bezeichnen wie in dem Satz „Jens ist ein guter Tänzer.“ Es kann aber auch als generisches Maskulinum verwendet werden, d. h. als Personenbezeichnung ohne Aussage zum biologischen Geschlecht der Person bzw. der Personen, wie in dem Satz „Die besten Tänzer waren Jens und Uta.“ Es gibt viele Wörter, die als generisches Maskulinum verwendet werden können, einige sogar auch zur Bezeichnung weiblicher Personen wie z. B. in der Aufforderung „Uta, Liebling, schau doch mal!“ Es gibt zwar auch generische Feminina wie z. B. Lehrkraft und Geisel und auch generische Neutra wie z. B. Kind und Mitglied, aber die Menge der generischen Maskulina ist viel größer. Woher jedoch allgemein die Genera kommen, weiß die Linguistik nicht, obwohl es verschiedene Theorien darüber gibt.

Bezüglich des Deutschen fragen wir uns: Warum wird den Kleinkindern von ihren Müttern eine Sprache mitgegeben, in der – insbesondere, wenn sie sich auf Tätigkeiten und Berufe bezieht – das Maskulinum häufiger als das Femininum vorkommt?

Eine Theorie: Heterosexuelle Frauen sind naturgemäß an Männern interessiert. Im Laufe der Evolution benutzten oder beförderten die Mütter daher im Umgang mit ihren Kindern unbewusst eher Sprachelemente mit Bezug zum Männlichen. Damit wäre auch verständlich, dass Lesben das Männliche in der Sprache, insbesondere das generische Maskulinum verabscheuen und bekämpfen. Homosexuelle Männer dagegen haben kein Problem mit dem Maskulinum, da sie (ebenso wie heterosexuelle Frauen) ebenfalls an Männern interessiert sind. Heterosexuelle Männer sind naturgemäß an Frauen interessiert, hatten aber keinen entsprechenden Einfluss auf die Sprachentwicklung der Kinder. Sie scheinen allerdings eher feministischen Forderungen zu erliegen – selbst wenn diese nicht gerechtfertigt sind.

Die Sprache, die „gendergerechte“

Die Forderung nach einer „gendergerechten Sprache“ wird damit begründet, dass insbesondere das generische Maskulinum Frauen im Deutschen benachteilige. Es ist ein manipulatorischer Kunstgriff der feministischen Linguistik, zu behaupten, Frauen seien in dieser Form „nur mitgemeint“. Tatsächlich steht das generische Maskulinum für Personen ohne Aussage über das (biologische) Geschlecht, es umfasst Männer und Frauen gleichermaßen. Das ist etwas ganz anderes als „nur mitgemeint“. In Sprachen ohne Genussystem, wie z. B. Finnisch, Ungarisch, Türkisch, Bengali, Japanisch, gibt es diese Besonderheit nicht.

Das Türkische ist eine „gendergerechte Sprache“, folglich können die Frauen in der Türkei gegenüber den Männern nicht benachteiligt sein!

Sprachen ohne Genussystem wären also „gendergerecht“, d. h., dass in Ländern mit solchen Sprachen Frauen sprachlich nicht benachteiligt sein könnten. Wenn die Sprache das Denken beeinflusst, wie behauptet wird, dann können Frauen in diesen Ländern auch gesellschaftlich nicht benachteiligt sein. Am Beispiel des Türkischen sieht man, dass diese Argumentation falsch ist. Eine natürliche Sprache bevorzugt oder benachteiligt weder Frauen noch Männer. Sie wird durch (heterosexuelle) Frauen an die nächste Generation weitergegeben, sie ist nicht die Sprache der Männer, sondern die Sprache der Gesamtgesellschaft.

Gendersprech = Neusprech

In totalitären, diktatorischen Systemen der Neuzeit gab es immer den Versuch, bestimmte Wörter durch Propaganda positiv zu betonen und zugleich andere auszumerzen, um politisch-ideologische Ziele zu befördern. Beispiele dafür sind die politisch-ideologischen Systeme des Kommunismus und des Nationalsozialismus.

Viel weitgehender sind die sprachpolitischen Maßnahmen, die George Orwell in seinem 1949 veröffentlichten dystopischen Roman 1984 beschreibt. Im Anhang erklärt Orwell ausführlich die Sprachregelung des im totalitären Staat eingeführten „Neusprech“ unter der Überschrift „The Principles of Newspeak“. Hier eine Übersetzung des Anhangs.

Das Buch erschien vor über 70 Jahren. Damals konnte man das Neusprech nicht mit der damaligen Realität assoziieren, weil es damals keine bemerkbaren sprachpolitischen Bestrebungen gab. Das ist heute ganz anders: Der Vergleich des Neusprech aus dem Buch 1984 mit den heutigen Sprachregelungen durch Staat, Mainstreammedien und gewisse NGOs ist erschreckend – auch und besonders bezüglich des Genderns!

Neusprech (Newspeak) heißt die sprachpolitisch umgestaltete Sprache in George Orwells dystopischem Roman 1984. Durch Sprachplanung sollen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschränkt und damit die Freiheit des Denkens aufgehoben werden. Der fiktive totalitäre Staat Ozeanien entwickelt diese Sprachform, um die Ideologie von „Ingsoc“ (English Socialism) im Unterbewusstsein der Menschen zu verankern. (Aus Wikipedia)

Die forcierte Einführung speziell einer „gendergerechten Sprache“ in staatlich kontrollierten Institutionen (insbesondere Universitäten und sogar Schulen) und den Mainstreammedien ist das in der Öffentlichkeit auffälligste Beispiel für einen Demokratieverlust in Deutschland.

Während ich mich mit dem Problem des Genderns beschäftigte, konnte ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass – vielleicht weniger auffällig für die breite Öffentlichkeit – das Gendern zugleich mit anderen undemokratischen Vorgängen einhergeht. Hier der Versuch einer Auflistung aller Phänomene, die ich wahrgenommen habe und als totalitär empfinde:

  • forcierte Einführung einer gendergerechten Sprache,
  • Einforderung von Political Correctness,
  • Androhung und sogar Durchführung von „Konsequenzen“ bei „unangepasster“ freier Meinungsäußerung,
  • Hass und Hetze durch Politiker gegen Andersdenkende,
  • Hass und Hetze in Mainstreammedien gegen Andersdenkende,
  • Beschuldigung Andersdenkender, Hass und Hetze zu betreiben,
  • gesellschaftliche Ächtung und Ausgrenzung Andersdenkender,
  • gesellschaftliche Vernichtung Andersdenkender,
  • staatlich gesteuerte Programme zu staatlich genehmer „politischer Bildung“,
  • staatlich forcierte Zensur und Kontrolle sozialer Medien,
  • staatliche Förderung von NGOs zum Diskreditieren und Denunzieren Andersdenkender,
  • Missbrauch staatlicher Einrichtungen zur Denunziation und zum Zersetzen von Opposition.

Alle diese Phänomene werden „von oben" gefördert oder gar verordnet – Merkmale eines totalitären Staates. Ich empfinde sie als zutiefst un­demo­kra­tisch und inhuman!

Die Legislative wird ständig undemokratischer und volksferner. Noch funktioniert die Judikative, noch können die schlimmsten Auswüchse dieser Entwicklung verhindert werden, aber ich fürchte, die Infiltration der Judikative u. a. mit „Genderrichtern“ durch undemokratisch-politische Kräfte hat schon begonnen.

Die Vereine, die aufklärerischen

Es waren zunächst kleine, aber lautstarke Minderheiten, die mit Erfolg die ihnen vorenthaltenen Rechte (Gleichberechtigung) von der Gesellschaft einforderten. Heutzutage reden diese Minderheiten – darunter sind heute offenbar insbesondere lesbische Feministinnen – immer noch von Ungerechtigkeit (die früher ja tatsächlich vorhanden war), erklären die heutige Generation als mitverantwortlich und schuldig an dem früheren Unrecht und stellen – als Kompensation für das frühere Unrecht – ungerechtfertigte Forderungen an die für den Fortbestand des Menschen so wichtige heterosexuelle Normalgesellschaft. Es geht ihnen schon längst nicht mehr um ihre Gleichberechtigung, sondern darum, die Männer zumindest sprachlich die gleiche Ungerechtigkeit erdulden zu lassen, unter der ihrer Meinung nach die Frauen früher gelitten hätten.

Offenbar folgen viele Menschen unbedacht dieser unlogischen und unethischen Argumentation, obwohl diese Minderheiten heute in der Gesellschaft frei, gleichberechtigt und geachtet leben können. Die neuen Forderungen widersprechen dem Prinzip des Humanismus, weil die Freiheit anderer, der Mehrheitsgesellschaft, unzumutbar eingeschränkt wird. Die Einführung der (angeblich) „gendergerechten Sprache“, die extremste und auffälligste ihrer Forderungen, soll der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen werden. Dadurch würde die natürliche Sprache zerstört.

Zum Schluss möchte ich noch auf den Artikel Seit wann ist Sprache gerecht? des Linguisten Prof. Dr. Josef Bayer (Universität Konstanz) verweisen. Dieser Artikel schließt mit den Worten:

„Mir ist es gerade im Zusammenhang mit Luise Pusch, die ich vor langer Zeit persönlich kennen und auf eine gewisse Weise durchaus auch zu schätzen gelernt habe, wirklich unverständlich, wie aufgeklärte Menschen, die sich ehemals oft sogar als politisch links eingestuft haben, dem zutiefst anti-liberalen Wesen der feministischen Sprachmanipulationen auf den Leim gehen können.“

Und ich frage mich:

Wie lächerlich machen sich säku­lar-hu­ma­nis­tische Vereine, die einerseits aufklärerisch gegen religiösen Unsinn auftreten, aber andererseits ihre Webseiten gendern?

Gerade von säkular-humanistischen Gruppierungen und Vereinen darf man erwarten, dass sie den Gen­der­un­sinn nicht anpasserisch mitmachen, sondern ihm kritisch-rational entgegenwirken, ganz im Sinne der Aufklärung!

Dieser Beitrag erscheint auch auf der Seite der Richard-Dawkins-Foundation.

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2021-01-22 24:00

„Die Philosophie ist tot!“

Philosophieren

„Nachdem Buddha tot war, zeigte man noch Jahrhunderte lang seinen Schatten in einer Höhle – einen ungeheuren schauerlichen Schatten. Gott ist tot: aber so wie die Art der Menschen ist, wird es vielleicht noch Jahrtausende lang Höhlen geben, in denen man seinen Schatten zeigt. Und wir – wir müssen auch noch seinen Schatten besiegen!“, so Friedrich Nietzsche 1882 in seiner Schrift „Die fröhliche Wissenschaft“ (Buch 3|108; 1882/1897).

Heute, nach über 130 Jahren, verstehen immer mehr Menschen den Wahrheitsgehalt dieser Prophezeiung Nietzsches. Wie lange es wohl dauern wird, bis die Menschen eine analoge Feststellung verstehen werden:

„ ‚Die Philosophie ist tot‘, verkünden Stephen Hawking und Leonard Mlodinow gleich auf den ersten Seiten ihres Buches ‚Der große Entwurf‘. Sie konnte nicht mehr mit den neuen Erkenntnissen der Naturwissenschaft mithalten und sei nun nicht mehr in der Lage die ‚großen‘ Fragen zu beantworten.“, so nach der Rezension des Astrophysikers Florian Freistetter.

Bertrand Russell beschreibt etwas respektlos – aber, wie ich finde, treffend – „Philosophieren“ als „Spekulieren“; so wird dem Begriff auch ein unbegründet okkultistischer Nimbus genommen. Mit Spekulieren ist aber nicht ein mehr oder weniger zufälliges Probieren oder Herumstochern gemeint. Umfangreiche Allgemeinbildung, gute Assoziationsfähigkeit und kritische Rationalität sind wichtige Voraussetzungen zum Philosophieren bzw. Spekulieren.

Was ist nun eine Philosophie? Nichts weiter als eine Spekulation? Sicher! Wenn sich herausstellt, dass eine Philosophie beweisbar oder falsifizierbar ist, dann ist sie keine Philosophie mehr, sondern eine wissenschaftliche Theorie oder Hypothese. Gelingt es, die Theorie oder Hypothese zu falsifizieren, dann wird sie als unbrauchbar verworfen. Konnte sie aber trotz intensiver Bemühungen bisher nicht falsifiziert werden, dann kann sie zu praktischen Anwendungen führen. Dafür gibt es viele Beispiele. Ist eine Philosophie aber grundsätzlich weder beweisbar noch falsifizierbar, gehört sie in den Bereich der Phantasie. Werden solche Ideen umgesetzt, z. B. in Form von Regeln oder Gesetzen, dann sind die Auswirkungen für die Gesellschaft nicht vorhersehbar und daher höchst riskant. Auch dafür gibt es viele Beispiele.

„Allmählich stellte sich heraus, daß ein großer Teil der Philosophie sich auf etwas reduzieren läßt, was man als »Syntax« bezeichnen kann, wenn auch dieser Begriff hier in einem etwas weiteren Sinn als gewöhnlich anzuwenden ist. Einige Leute, vor allem Carnap, haben die Auffassung vertreten, alle philosophischen Probleme wären in Wirklichkeit syntaktische Probleme; wenn Fehler in der Syntax vermieden werden, ist jedes philosophische Problem damit entweder gelöst oder als unlösbar erkannt.“

[ Bertrand Russell, Philosophie des Abendlandes] Siehe dazu auch Rudolf Carnap, Die Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache (Erkenntnis, 2. Bd., 1931, pp. 219-241).

Gibt es einen Unterschied zwischen Religionen und Philosophien? Beides sind Phantasien, dabei zeichnen sich jedoch Philosophien im Allgemeinen dadurch aus, dass sie keinen Gott bzw. keine höhere Machtinstanz postulieren. Man könnte deshalb auch sagen:

„Philosophien sind Religionen ohne Gott“

Religionen bieten ein erhebliches Manipulations- und Missbrauchspotential! Speziell Schulen werden von Religionsgemeinschaften, mittels der Gesetzgebung, zum Missionieren der Kinder missbraucht. Deshalb wird aus säkular-humanistischer Sicht zu Recht gefordert, zum Religionsunterricht – solange dieser nicht grundgesetzlich abgeschafft ist – ein alternatives Unterrichtsfach (Philosophie, Ethik oder Werteunterricht) anzubieten. Da Philosophien (Spekulationen) nicht begründet sind, besteht auch bei ihnen die Möglichkeit, den Kindern dogmatisch Ideologien zu vermitteln. Es bleibt zu hoffen, dass diese Gefahr hinreichend berücksichtigt werden kann. Eine Märchenstunde wäre im Zweifel die bessere Alternative, da dann den Kindern bewusst ist, dass ihnen Phantasiegeschichten erzählt werden!

Auch deshalb halten wir es mit Stephen Hawking und Leonard Mlodinow:

„Die Philosophie ist tot!“

Dennoch lasst uns fröhlich philosophieren! Denn spekulatives Phantasieren kann großen Spaß machen…, seien wir dabei aber auf der Hut, dass unser rationales Handeln dadurch nicht beeinträchtigt werde!

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12 säkulare Thesen religionsfreier Menschen


12 Orientierungen fürs Leben


in flagranti

Werden wir von Verrückten regiert?
(Video, 32 min. | Kopie | Text)
Zur EU fällt mir nichts ein
(Video, 90 sec. | Kopie | Text)
No matter what my German voters think …
(Video, 4 min. | Kopie | Text)
Freidenkerpreis für
Corona-Demagogie

(Aufklärungsvideo, 26 min. | Kopie | Text)
Deutsche Regierung – Risiko für Demokratie
(Video, 36 min. | Kopie | Text)
Namazie & Dawkins 2022
(Video, 39 min. | Kopie | Text)
Long Stupid in Regierung?
(Text | Kopie)
Turbinenscholz
(Text | Kopie)
vox populi vox dei
(Video, 8 min. | Kopie | Text)
Gedanken zum Krieg
(Video, 24 min. | Kopie | Text)


TREFFEN

Unsere Treffen finden zurzeit jeweils montags ab 19:30 Uhr als Telefonkonferenz (Telko) oder als Videokonferenz (Jitsi oder Zoom) statt. Für die Vidko benötigen Sie einen Computer mit Internet­zugang, Mikrofon und Kamera oder ein Smartphone (mit entsprechender App).

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AKTU­ELLE TER­MINE


Mo. 26. Sep. 2022, ab 19:30 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Mo. 3. Okt. 2022, ab 19:30 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Mo. 10. Okt. 2022, ab 19:30 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Mo. 17. Okt. 2022, ab 19:30 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Mo. 24. Okt. 2022, ab 19:30 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Mo. 31. Okt. 2022, ab 19:30 Uhr: Telko unter: 089-4433-3333 oder +49-89-4433-3333, Code: 51194614. Eventuell Jitsi oder Zoom.


Mo. 21. Nov. 2022, 19:00 Uhr: „Con­spi­ra­cy – Why the Rational Believe the Irrational“. Vortrag in englischer Sprache von Michael Shermer, Haus der Wissenschaft (Olbers Saal), Sandstraße 4/5, 28195 Bremen. (Veranstalter: Richard Dawkins Foundation)
Eintritt frei.


Mo. 17. Apr. 2023, 19:00 Uhr: „Islam – Eine kritische Geschichte“. Buchvorstellung von Hamed Abdel-Samad, Haus der Wissenschaft (Olbers Saal), Sandstraße 4/5, 28195 Bremen. (Veranstalter: Richard Dawkins Foundation)
Eintritt: 12 € (+1 € Ticketgebühr). Tickets (falls noch erhältlich auch an Abendkasse, Einlass ab 18 Uhr)

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Säkulare Links

  1. RDF – Richard-Dawkins-Foundation
  2. gbs – Giordano-Bruno-Stiftung
  3. HAI – Hans-Albert-Institut
  4. ifw – Institut für Weltanschauungsrecht
  5. fowid – Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland
  6. WHO-is-HU – Gesichter im gegenwärtigen Humanismus
  7. DFW – Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.
  8. IBKA – Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V.
  9. ZdE – Zentralrat der Ex-Muslime und sonstiger nichtreligiöser Menschen e.V.
  10. ZKF – Zentralrat der Konfessionsfreien e.V.
  11. SF-HH – Säkulares Forum Hamburg e.V.
  12. HVD – Humanistischer Verband Metropolregion Hamburg e.V.
  13. HV – Humanistische Vereinigung K.d.ö.R., Hamburg und Schleswig-Holstein
  14. V.f.W. – Verband freier Weltanschauungsgemeinschaften Hamburg e.V.
  15. ARR – Säkulare Flüchtlingshilfe Hamburg e.V.
  16. VSI-HH – Verein Säkularer Islam Hamburg e.V.
  17. Jugendweihe Hamburg e.V.
  18. Arbeitsgemeinschaft Jugendweihe Groß-Hamburg e.V.
  19. Jugendleite – Ein Angebot für alle Jugendlichen der Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V.
  20. Wahlprüfsteine 2013
  21. Wahlprüfsteine 2015
  22. Wahlprüfsteine 2017
  23. hpd – Humanistischer Pressedienst e.V.
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BÜ­CHER

Hamburger Autoren

rational
aufgeklärt
humanistisch
religionskritisch

  1. Akerma, Karim: „Außer­irdi­sche Ein­leitung in die Phi­lo­so­phie: Extra­terres­trier im Denken von Epikur bis Hans Jonas“, 2016 (Weitere Publi­kati­onen)
  2. Harde, Hermann: „Was trägt CO2 wirklich zur globalen Erwärmung bei? Spek­tros­ko­pische Un­ter­su­chun­gen und Mo­dell­rech­nun­gen zum Einfluss von H2O, CO2, CH4 und O3 auf unser Klima“, 2011 (Weitere Publi­kati­onen)
  3. Hof­mann, Burk­hard: „Und Gott schuf die Angst: Ein Psy­cho­gramm der ara­bi­schen Seele“, 2018
  4. Lührs, Chris­tian: „Gut sein ohne Gott: Ethik und Welt­an­schau­ung für Kinder und andere aufgeklärte Men­schen“, 2007
  5. Nos­sack, Hans Er­ich: „Das Tes­ta­ment des Lu­ci­us Eu­ri­nus“, 1981
  6. Ru­dolph, Holger F.: „De­ter­mi­nis­mus oder Rückkehr des De­ter­mi­nis­mus“, 2019
  7. Schulz, Paul: „Co­dex Athe­os: Die Kraft des Athe­is­mus“, 2006 (Weitere Publikationen)
  8. Vahrenholt, Fritz: „Unanfechtbar?“, 2021; „Unerwünschte Wahrheiten“, 2020; „Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“, 2012
  9. Voss, Burger: „Aus­ge­glaubt!: Warum Athe­isten für die Ge­sell­schaft wertvoll sind“, 2018; „Vom Anfang und Ende aller Dinge: Eine Ent­de­ckungs­rei­se durch die Ge­schich­te der Wis­sen­schaften“, 2015

Kennt jemand weitere „rationale, aufgeklärte, humanistische, religionskritische“ Hamburger Autoren?

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SÄKULARES RADIO

Zur Zeit gibt es in Hamburg im TIDE.radio drei säkulare Radiosendungen weltweit als Livestream zu hören oder über:

  • UKW: 96,0 MHz,
  • DAB+: Kanal 11C,
  • Digitales Kabel: Vodafone auf 122 MHz, willy.tel / wilhelm.tel auf 666 MHz,
  • Analoges Kabel: willy.tel & wilhelm.tel auf 95,45 MHz.

Alle Sendungen sind 7 Tage zum Nachhören auf TIDE.radio zu finden.

  1. „Über den Sä­ku­la­ris­mus“

können Sie jeden 1. Dienstag im Monat um 08:30 Uhr hören. Aufzeichnungen der Sendungen findet man auf Mixcloud.

  1. „Hamburg weltlich“

können Sie jeden 3. Montag im Monat um 18:00 Uhr hören. Aufzeichnungen der Sendungen findet man auf Mixcloud.

  1. „Die fröhlichen Gottlosen“

können Sie jeden 3. Montag im Monat um 20:00 Uhr hören. Aufzeichnungen der Sendungen findet man auf Mixcloud.


Mitarbeiter gesucht

Für unsere monatliche Radio­sen­dung DIE FRÖH­LI­CHEN GOTT­LO­SEN auf TIDE.radio suchen wir zum The­men­kom­plex Hu­ma­nis­mus und Religion einen Mit­ar­bei­ter (m/w/d). Ins­be­son­dere geht es um die Aufnahme der Sendung, konzeptionelle Mitarbeit ist ebenfalls möglich. Wir machen keine Di­rekt­üb­er­tra­gun­gen, sondern Vor­pro­duk­ti­onen: Das Interview mit unserem jeweiligen Gast im Studio oder am Telefon wird aufgezeichnet und als MP3 abgespeichert.
Für die Bedienung des Mischpults im Tide-Studio bieten wir selbstverständlich eine Einweisung Schritt für Schritt.

Telefon: +49-40-6964-5087
Mobil   : +49-151-5921-9537

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(2020-10-25)

Willkommen beim Verein
Freie Säkulare Humanisten Hamburg!

gbs-Autobahn

Der Verein Freie Säk­ul­are Hu­ma­nis­ten Ham­burg – fshh – dient dem freien Meinungsaustausch säkularer Humanisten. Er pflegt eine kritische Ra­tio­nali­tät aufbauend auf den Erkenntnissen der Nat­ur­wis­sen­schaf­ten und anderer evidenzbasierter Wissenschaften.

Es gibt keinerlei ideologische Mei­nungs- oder Sprachregelungen, und es gibt auch keine politischen Vorgaben, solange nur die Prinzipien und Gesetze eines demokratischen Rechtsstaats und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte anerkannt werden.

Der Verein tritt insbesondere ein:

  • für Aufklärung und Vernunft und gegen Dogmatismus und Ideologie,
  • für Meinungsfreiheit und gegen Sprachregelung und Zensur,
  • gegen gesellschaftliche Diffamierung und Ausgrenzung von Mitmenschen,
  • für Mitarbeit in gesellschaftlichen und staatlichen Gremien,
  • für Unterstützung von Initiativen und Aktionen säkular-humanistischer Organisationen.
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Der Verein Freie Säkulare Humanisten Hamburg – fshh – wurde im Mai 2020 gegründet. Hier die sieben Punkte der Satzung:

  1. Hauptzweck des Vereins ist der Meinungsaustausch freier säkularer Humanisten. Grundlage aller Diskussionen sind Realismus und Humanismus, Naturwissenschaften und sonstige evidenzbasierte Wissenschaften. Auch über Themen außerhalb dieses Rahmens wird diskutiert oder spekuliert – im dem Sinne, wie Bertrand Russell Philosophie versteht.
  2. Voraussetzung einer Mitgliedschaft ist die Anerkennung und Achtung der Prinzipien und Gesetze eines demokratischen Rechtsstaats sowie die Anerkennung und Achtung der Menschenrechte. Zudem dürfen Mitglieder nicht rechtskräftig wegen eines Verbrechens verurteilt sein.
  3. Jedes Mitglied achtet die anderen Mitglieder als Mitmenschen, welche Meinung sie auch immer vertreten. Es gibt also keine Meinungs- oder Sprachregelungen, und es gibt auch keine politischen Vorgaben – kein Mensch wird ausgeschlossen.
  4. Jeder ist herzlich willkommen, solange er die in Punkt 1. bis 3. genannten Leitlinien anerkennt.
  5. Die Mitgliedschaft wird formlos beim Vorstand beantragt, ebenso der Austritt. Der Vorstand kann ohne Anspruch auf Begründung Mitglieder aufnehmen oder ausschließen.
  6. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Personen. Fällt ein Vorstandsmitglied aus (Rücktritt, Tod), so bestimmt der verbleibende Vorstand einen Nachfolger aus den Mitgliedern. Die Mitglieder beraten gemeinsam über die Belange des Vereins. Wird keine Einigung erzielt, so entscheidet der Vorstand.

  7. Der Verein ist beitragsfrei.

Hier die Satzung als pdf-File.

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Impressum (2020-12-05)

Freie Säkulare Humanisten Hamburg
c/o Dr. Rolf Schröder
Möörkenweg 37
21029 Hamburg

Telefon: +49-40-724-4650
Mobil   : +49-176-4337-0362

V.i.S.d.P.: Dr. Rolf Schröder, für namentlich gezeichnete Beiträge der jeweilige Autor.

Vorstand

  1. Rolf Schröder
  2. Jörg Elbe
  3. Rudolf Carnap
  4. Bertrand Russell
  5. Friedrich Nietzsche
  6. Ludwig Feuerbach
  7. Epikur (Ἐπίκουρος)
  8. Demokrit (Δημόκριτος)

Alle Vorstandsmitglieder sind über erreichbar.

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fshh-Mailingliste

Über unsere Mailingliste machen wir gelegentlich auf neue Beiträge oder spezielle Termine aufmerksam. Sie können eine der beiden E-Mail-Vorlagen benutzen, um sich von der Mailingliste an- oder abzumelden (bitte nicht Betreff | Subject ändern!):
 


Webseite

Bei Fragen zu diesen Webseiten wenden Sie sich bitte an den .

Die Freien Säkularen Humanisten Hamburg übernehmen keine Haftung für verlinkte Webseiten.

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